29 Jun

Hast du einen laufenden Hausbau-/Hauskauf-Kredit?

Dann könnte dieser Bericht für dich von Interesse sein:
>> http://tirol.orf.at/m/news/stories/2851634/
Der OGH hat entschieden, dass auch Negativ-Zinsen an die KreditnehmerInnen weitergegeben werden müssen. Dies hat rückwirkend Bedeutung! Eine einseitige Begrenzung (bei 0%) ist demnach nicht zulässig, wenn es keine entsprechende Klausel im Vertrag gibt. Aber auch die Entscheidung einer solchen Klausel liegt zur Entscheidung beim OGH und wird wahrscheinlich zugunsten der KreditnehmerInnen entschieden werden, sofern keine Zinsgrenze nach oben (sog. „Zinscap“) vereinbart ist.
Die >> AK NÖ berät gerne, wenn Negativzinsen nicht weitergegeben worden sind!

BR Andreas Laaber

26 Jun

7 gute Gründe für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft

Bist du schon Teil davon?

Leider nur 25% unserer KollegInnen sind bisher Mitglied der Gewerkschaft >> GPA.djp bzw. des >> ÖGB. Wenn es für kirchlich Angestellte selbstverständlich ist, Mitglied der Kirche zu sein, dann sollte es für ArbeitnehmerInnen noch selbstverständlicher sein, bei der Gewerkschaft (als Vertretung der ArbeitnehmerInnen) Mitglied zu sein!

Viele Gründe sprechen dafür, hier sind sie kurz aufgelistet und weiter unten ausführlicher erklärt. Du wirst sehen: Von einer Mitgliedschaft profitiert jede und jeder!!

  1. Erfolge des Betriebsrats
  2. Betreuung des Betriebsrats durch die Gewerkschaft
  3. Stärkung des eigenen Rechts
  4. Gehaltsverhandlungen
  5. Sicherung des Sozialstaats
  6. Solidarität
  7. Vorteile der Mitglieds-Karte

Wenn du den Betriebsrat in seiner Arbeit unterstützen willst, dann werde Mitglied der Gewerkschaft! WIR FREUEN UNS ÜBER JEDE ANMELDUNG!!! (Bitte schicke uns zur Info eine Kopie davon.) Eine Anmeldung wird herzlich gerne auch von uns persönlich an die GPA.djp weitergeleitet. Für Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung!

>> Anmeldeformular zum Runterladen!
>> Online-Anmeldung (GPA.djp)

 

1) Erfolge des Betriebsrats

Die Gewerkschaft schult und bildet BetriebsrätInnen weiter. Dadurch waren wesentliche Erfolge möglich: Weiterlesen

08 Jun

Berufliche Veränderung ab Herbst

Nach einiger Zeit des Überlegens, der Orientierung und des Verhandelns habe ich mich entschlossen, für die FCG ein Stellenangebot der GPA.djp anzunehmen, und werde damit ab 01. Sept. als Gewerkschaftssekretär im Geschäftsbereich Interessenvertretung arbeiten.

Nach 15 Jahren in der Diözese, wovon ich 13 als Pastoralassistent und 6 Jahre als Betriebsrat meine Ideen und Energie für meine Pfarre(n), meine Kolleginnen und Kollegen,  die Diözese und für die vielen mir ans Herz gewachsenen Menschen in der Kirche eingesetzt habe, bedeutet dieser Wechsel eine neue Welt und jede Menge Fragezeichen. Aber mit Gottes Hilfe werde ich diese Herausforderungen meistern, umso mehr als die Gewerkschaft spürbar um mich geworben hat.

Die Arbeit des Betriebsrats, die ich seit Juli letzten Jahres durch meine Freistellung mit wesentlichen neuen Aspekten mitgestalten konnte, wird durch meine Kolleginnen und Kollegen natürlich mit demselben Einsatz wie bisher weiter geführt.

BR Andreas Laaber

09 Mai

Wie Burnout-gefährdet bist du?

Die „Initiative Lebenswerte Arbeitswelt„, die unter anderem auch mit Unterstützung der FCG Steiermark entstanden ist, hat auf ihrer Homepage zu einem >>Fragebogen verlinkt, der der Frage nachgeht: „Wie Burnout-gefährdet sind sie?„.

Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ so definiert die Weltgesundheitsorganisation Gesundheit. Insofern ist es alarmierend, dass fast die Hälfte der Österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mittlerweile auch im Krankheitsfall am Arbeitsplatz erscheint. Dies ergab die jüngste Studie der Arbeiterkammer OÖ. Präsentismus – so der Fachbegriff für Arbeiten gehen trotz Krankheit – ist hierzulande zwar gängige Praxis, jedoch in der öffentlichen Diskussion bisweilen weitgehend vernachlässigt.

Der Burn-Out Experte Facharzt Dr. Dietmar Bayer vom LKH Klinikum sieht hier vor allem zwei große Gefahrenbereiche des Krank-zur-Arbeit-Gehens: „Einerseits steigt bei Menschen, die krank am Arbeitsplatz erscheinen, natürlich das Risiko einer allfälligen Chronifizierung der jeweiligen Krankheit enorm. Andererseits ergaben schwedische Studien auch eine Korrelation zwischen erhöhtem Herzinfarktrisiko bzw. dem Auftreten von Burn-out-Erkrankungen und Präsentismus.“

Glücklicherweise können wir in Österreich im Krankheitsfall auf ein umfangreiches Sozialsystem zurückgreifen. Entgelt wird bei Krankenstand weiter bezahlt und wir haben Zugang zu umfassender medizinischer Versorgung. Wir können es uns also leisten, auch einmal krank zu Hause zu bleiben und uns umfassend auszukurieren! Und wir können dabei lernen, dass sich die Welt trotz unserer Abwesenheit weiterdreht. Und das wäre schon mal ein wichtiger Schritt, um Burnout zu vermeiden – loslassen und sich nicht wichtiger meinen, als man ist.

Vielleicht hilft ja der Fragebogen dabei, sich selbst und die eigene Gefährdung, in ein Burnout zu rutschen, besser einstufen zu können.

BR Andreas Laaber

04 Mai

Urlaub bei Beendigung des Dienstverhältnisses

Wieviel Urlaub habe ich zu konsumieren, wenn mein Dienstverhältnis endet?

Seit Umstellung der Urlaubsberechnung von Arbeits- auf Kalenderjahr haben alle Kolleginnen und Kollegen  das Recht auf den gesamten Gebührenurlaub für das jeweilige Kalenderjahr (5 bzw. 6 Wochen), sofern sie länger als 6 Monate im Dienst sind. (Vor der Umstellung gebührte dieser Anspruch für das Arbeitsjahres.)

§2 UrlG stellt fest, dass jeder Arbeitnehmer bzw. jede Arbeitnehmerin nach zwei Jahren für jedes Arbeitsjahr der Urlaub ab Beginn des Arbeitsjahres (also ab dem 01. Jänner) in voller Höhe beanspruchen kann!

§ 10 UrlG hält fest, dass bei Beendigung des Dienstverhätlnisses konsumierter Urlaub über das aliquote Ausmaß hinaus nicht zurückerstattet werden muss (außer bei unberechtigtem vorzeitigen Austritt oder verschuldeter Entlassung).

Das heißt, auch wenn das Dienstverhältnis zB mit Herbst endet, kann der Urlaub des gesamten Jahres konsumiert werden. Es entsteht daraus kein Anspruch von Seiten der Diözese.

Warum wird der Urlaub vom Personalreferat aliquot berechnet?

Der Dienstgeber ist bei Beendigung des Dienstverhältnisses verpflichtet, den nicht konsumierten Urlaubsanspruch in Form einer ‚Urlaubsersatzleistung‘ (also Geld) abzugelten. Dieser Urlaubsanspruch errechnet sich aliquot für die noch im Dienstverhältnis stehenden Monate. Der Dienstgeber bittet daher in der Regel um den Konsum dieses aliquoten Urlaubsanspruchs, um ihn nicht auszahlen zu müssen.

Kann man zu Urlaub gezwungen werden?

Grundsätzlich ist Urlaub zu vereinbaren, also bedarf beiderseitiger Zustimmung.

Der Dienstgeber kann jedoch anordnen, in einem vorgegeben Zeitrahmen Urlaub abzubauen, wenn es den Urlaub aus vorangegangenen Jahren betrifft oder eben ein Dienstende ansteht. Dieser Zeitrahmen muss jedoch zumutbar sein und Einteilungsfreiheit zulassen. Kommt es zu Interessens-Kollisionen, dann frag am besten den Betriebsrat.

Nicht zulässig ist es, zu Urlaub zu zwingen, wenn man sich neue Arbeit suchen muss. In diesem Fall muss der Dienstgeber, der die Kündigung ausgesprochen hat, freie Tage gewähren. Urlaub ist nämlich zur Erholung da, und Arbeitsuche fällt hier eben nicht rein. 😉

BR Andreas Laaber