26 Jun

7 gute Gründe für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft

Bist du schon Teil davon?

Leider nur 25% unserer KollegInnen sind bisher Mitglied der Gewerkschaft >> GPA.djp bzw. des >> ÖGB. Wenn es für kirchlich Angestellte selbstverständlich ist, Mitglied der Kirche zu sein, dann sollte es für ArbeitnehmerInnen noch selbstverständlicher sein, bei der Gewerkschaft (als Vertretung der ArbeitnehmerInnen) Mitglied zu sein!

Viele Gründe sprechen dafür, hier sind sie kurz aufgelistet und weiter unten ausführlicher erklärt. Du wirst sehen: Von einer Mitgliedschaft profitiert jede und jeder!!

  1. Erfolge des Betriebsrats
  2. Betreuung des Betriebsrats durch die Gewerkschaft
  3. Stärkung des eigenen Rechts
  4. Gehaltsverhandlungen
  5. Sicherung des Sozialstaats
  6. Solidarität
  7. Vorteile der Mitglieds-Karte

Wenn du den Betriebsrat in seiner Arbeit unterstützen willst, dann werde Mitglied der Gewerkschaft! WIR FREUEN UNS ÜBER JEDE ANMELDUNG!!! (Bitte schicke uns zur Info eine Kopie davon.) Eine Anmeldung wird herzlich gerne auch von uns persönlich an die GPA.djp weitergeleitet. Für Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung!

>> Anmeldeformular zum Runterladen!
>> Online-Anmeldung (GPA.djp)

 

1) Erfolge des Betriebsrats

Die Gewerkschaft schult und bildet BetriebsrätInnen weiter. Dadurch waren wesentliche Erfolge möglich:

[fruitful_tabs type=“accordion“ width=“100%“ fit=“false“]

[fruitful_tab title=“Bisher nicht berücksichtigte bzw. nicht honorierte Mehrleistung wurden geltend gemacht.“] (Juni 2013)

  • Damit konnten dutzende Kolleg/innen ihre Mehrleistungen von geschätzt insgesamt rd. 100.000,- geltend machen.

[/fruitful_tab]

[fruitful_tab title=“Betriebsvereinbarung zur Aufzeichnung von Arbeitszeit“]
(gültig seit Sept. 2015)

  • Erste Regelung bezüglich Arbeitszeit in der Diözese St. Pölten!
  • Festlegung einer 5-Tages-Woche mit Zuschlägen

[/fruitful_tab]

[fruitful_tab title=“Gehälter der „b-PAss“ auf b+ angehoben“]
(seit Sept. 2015)

Die Gehälter der in „b“ angestellten PAss wurden um die Hälfte der Differenz zu den in „a“ angestellten PAss angehoben („b+“). Für die Kolleg/innen entspricht dies einer „Gehaltserhöhung“ von 12,9% bis 15,4% bzw. für den Dienstgeber einer Personalausgabenerhöhung von weit über 500.000,- Euro jährlich!

[/fruitful_tab]

[fruitful_tab title=“Alterszulage (monatlich 83,- Euro) wird nun auch den Diözesanangestellten in den Pfarren gewährt.“]
(seit Jän. 2017)

Dies entspricht 2 Biennalsprüngen!

[/fruitful_tab]

[fruitful_tab title=“Betriebsvereinbarung zur Umstellung der Urlaubsberechnung von Arbeitsjahr auf Kalenderjahr“]
(seit Jän. 2017)

[/fruitful_tab]

[fruitful_tab title=“Betriebsvereinbarung Wochenruhe“]
(seit Jän. 2017)

  • Regelt die gesetzliche Vorgabe der ERSATZRUHEZEIT!
  • Ausgleichsmaßnahme: Der Sonn-/Wochenruhetags-Zuschlag sowie der Feiertagszuschlag wird von 50% auf 100% und der Zuschlag für Arbeit am Samstag bzw. zweiten freien Tag von 0% auf 50% angehoben.

[/fruitful_tab]

[fruitful_tab title=“Regionalgespräche durch den Dienstgeber“]

  • Auf immer größeren Druck durch vom BR eingeleitete Veränderungen (s.o.) lud der Dienstgebervertreter alle PAss und deren dienstvorgesetzte Pfarrer zu Regionalgesprächen, um über die gesetzlichen Vorgaben der Arbeitszeit, Arbeitsruhe und Aufzeichnungspflicht zu informieren.
  • Erstmalige Veranstaltung dieser Art, bringt gleichen Wissenstand für alle.
  • Thema Ehrenamt scheint aktuell im Personalbüro in der Interpretation von Betriebsrat bzw. Gewerkschaft geklärt!!! Zu Ehrenamt kann man nicht verpflichtet werden, man muss es selber wollen (nicht nur ablehnen dürfen).

[/fruitful_tab]

[fruitful_tab title=“Anerkennung nicht gewährter/in Anspruch genommener Ersatzruhezeit“]

  • Nicht gewährte bzw nicht in Anspruch genommene Ersatzruhezeit wird rückwirkend ab 01. Jänner 2016 vom Dienstgeber für alle PastoralassistentInnen und Pfarrangestellten anerkannt.

[/fruitful_tab]
[/fruitful_tabs]

 

2) Betreuung des Betriebsrats durch die Gewerkschaft

Eine hohe Mitglieder-Quote sichert eine intensive Betreuung durch die Gewerkschaft. Auch die Ressourcen der Gewerkschaft sind begrenzt, weshalb eine Einteilung für die Betreuung von Betrieben nach Organisationsgrad praktiziert wird. Je höher dieser ist, umso schneller wird auf Anfragen des Betriebsrats reagiert. Davon profitieren auch die KollegInnen, weil es letztlich ihre Anliegen sind, mit denen sich der Betriebsrat an die Gewerkschaft wendet.

 

3) Stärkung des eigenen Rechts

Durch die Rechtschutzversicherung kann man mit mehr Nachdruck das persönliche Recht durchsetzen. So war es zB für KollegInnen leichter,

  • Falscheinstufungen zu korrigieren
  • bis zu 3 Jahre rückwirkend Geltendmachungen von Mehrleistungen durchzusetzen
  • rechtmäßig zustehende jedoch nicht erhaltene Zulagen rückwirkend einzufordern
  • Arbeitszeit bei ungleicher Verteilung der Realität entsprechend zu bewerten (zB bei Urlaub, Krankenstand…)

 

4) Gehaltsverhandlungen

Die Gewerkschaften verhandeln mit den Dienstgebervertretungen die Löhne und Gehälter. Interessen können besser umgesetzt werden, je mehr Mitglieder die Gewerkschaften haben, wie ein Blick auf einzelne Bereiche zeigt. Hochorganisierte Bereiche (zB Metaller) haben deutlich höhere Gehälter als schlecht organisierte Berufsgruppen.

Auch wenn die Diözese keine eigenen Gehaltsverhandlungen hat, weil sie sich an das Lohnschema des Landes NÖ anpasst, so wird dieses wiederum sehr wohl mit der Gewerkschaft ausverhandelt. Ziel des BR ist jedoch ein eigener Kollektivvertrag, um individuell die Bedürfnisse unserer KollegInnen regeln zu können!

Der Vergleich macht sicher!

Bei 100 Euro Bruttoeinkommen beträgt die Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft nur 1,- Euro (das sind 10 Cent weniger als der Kirchenbeitrag). Sind die Verhandlungsabschlüsse aufgrund großer Stärke der Gewerkschaft entsprechend hoch, hat sich der Beitrag bereits nach weniger als einem Jahr amortisiert (zB bei einem Gehaltsabschluss von +1,5% für 2017).

 

5) Sicherung des Sozialstaates

Die Gewerkschaft sichert mit der Arbeiterkammer die Sozialeinrichtungen Österreichs. Bestrebungen neoliberaler Politik, den Sozialstaat zu schwächen, kann einzig eine starke Vertretung der ArbeitnehmerInnen entgegenwirken. Je mehr Mitglieder die Gewerkschaften haben, umso stärker sind diese auch in die Gesetzgebung involviert!

 

6) Solidarität

Selbst wenn man mit der eigenen beruflichen Situation zufrieden und diese gesichert ist, sollte man Mitglied der Gewerkschaft sein: Eine Mitgliedschaft stärkt auch die Position anderer ArbeitnehmerInnen. Das können meine Kinder, meinE PartnerIn, meine Freunde etc. sein.

 

7) Vorteile durch Mitgliedschafts-Karte

Die Vorteile sind hier aufgelistet:
http://www.gpa-djp.at/cms/A03/A03_4/mitgliedschaft

 

Zum Schluss

Es gibt tatsächlich Betriebe (im Produktionsbereich) mit einem Organisationsgrad von über 100%, weil sogar die Penionisten noch Gewerkschaftsmitglieder sind.
Die wissen, warum!

BR Andreas Laaber

Schreibe einen Kommentar