30 Jan

Home Office – Fluch und/oder Segen?

In der Arbeitszeit nicht fertig geworden – „kein Problem, ich nehm’s einfach mit nach Hause und mach’s dort fertig“

Eine Weise, die in unseren Breiten nicht ganz selten vorkommt. Viele erhoffen sich davon Erleichterung im Arbeitsalltag und freuen sich über das freie Arbeiten von zu Hause aus. Aber was heißt Home Office eigentlich, kann ich einfach so zu Hause arbeiten und was muss ich dabei eigentlich beachten?

Zu allererst sei gesagt, dass in Österreich kein Anspruch auf Home Office besteht. Zu Hause arbeiten darf ich nur, wenn es eine Vereinbarung zwischen mir und dem Dienstgeber gibt.

So verführerisch Home Office oft klingen mag, so viele Gefahren birgt es aber auch. Denn rein rechtlich darf ich überhaupt erst zu Hause arbeiten, wenn ich einen dafür separaten Raum habe, der mir als definierter Arbeitsplatz dient. Dieser Raum darf somit auch nur als Arbeits- und nicht als Freizeitraum genutzt werden. Da stellt sich schon die Frage, ob für ein paar dienstliche Handgriffe ein eigener Raum eingerichtet werden kann, der ausschließlich meiner Arbeitszeit dient?!

Ein großer rechtlicher Faktor ist auch noch der unglückliche Fall eines Unfalls. Bei (unvereinbartem) Home Office ist nämlich nur schwer zu klären, was nun als Arbeits- bzw. als Freizeitunfall gilt. Fest steht, dass die Ansprüche in beiden Fällen sehr unterschiedlich sind.
Beispiel: Wird ein Unfall in der Arbeitszeit als Arbeitsunfall anerkannt, gelten andere sozialrechtliche Ansprüche als bei privaten Unfällen. Gerade bei größeren Unfällen mit dauerhaften Gesundheitsfolgen hat das gravierende Folgen für die Unfallopfer.

Wie steht ihr zu Home Office? Betreibt ihr Home Office und war euch bisher bewusst, was da eigentlich dahinter steckt?
Wir freuen uns über eure Kommentare!

2 Gedanken zu „Home Office – Fluch und/oder Segen?

  1. Ja mache ich, da ich viele Vorbereitungen auch in meinem Büro zu Hause machen kann, das wirklich ein Büro ist. Ich habe diese Vereinbarung mit meinem Pfarrer getroffen. Die Frage ist nur, ob das genügt?

  2. Zuhause für die Pfarre arbeiten (noch etwas vorbereiten/ fertigstellen für Gottesdienst, Firmvorbereitung, Kindergartenbesuch etc.) sicher haben viele damit schon zu tun gehabt, vor allem dann wenn der Arbeitsplatz (Pfarrhof) nicht im Wohnort liegt. Und da bleibt das sicher manchmal nicht aus und ist durchaus praktisch und sinnvoll, denn wer fährt schon 20 km oder mehr in den Pfarrhof, wenn noch was dringend vorzubereiten ist, das man zuhaus genausogut erledigen kann. Dennoch ist der Hinweis im obigen Beitrag wichtig. Denn eine klare Trennung zwischen Arbeitszeit/ -bereich und Freizeit/ – bereich ist für das ganzheitliche Wohlbefinden nicht nur für einen selber sondern für die eigene Familie hilfreich und gut.

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